Korbball: Schlussrunde NLA

erstellt am: 06.09.2021 | Kategorie: Korbball

Mit der 3. Runde in Neukirch-Egnach TG endete die verkürzte Saison 2021 am 04. September. Leider verabschieden sich die Menznauer Korbballer durch drei Niederlagen vorerst wieder von der NLA und spielen nächstes Jahr in der zweithöchsten Liga mit.

Menznau – Grindel 8:10

Wie in den meisten Spielen dieser Saison starteten die Menznauer schwach in die Partie, sodass man sich früh mit einem 1-5-Rückstand konfrontiert sah. Doch auch in dieser Partie konnte man sich ins Spiel rein- und zurückkämpfen. Die zu Beginn eingebrockte Hypothek pendelte sich so in diesem Ausmass bis ungefähr fünf Minuten vor Schluss ein. Doch ohne Druck folgten schnelle Körbe, was 30 Sekunden vor Schluss den Anschlusstreffer zum 8-9 bedeutete. Doch den durch die offene Verteidigung provozierte letzte Korbwurf der Solothurner fand sein Ziel im Korb, womit die Niederlage besiegelt war.

Menznau – Zihlschlacht 10:12

Vor dem Spiel gegen die bis dahin punktlosen und bereits als Absteiger feststehenden Thurgauer war klar, dass mindestens ein Unentschieden Pflicht ist. Die Startphase war erfolgreich, wie ein 3-1 nach wenigen Minuten zeigte. Je länger das Spiel dauerte, desto offensichtlicher zeigte sich, dass sich das Zihlschlachter Spiel nicht gross geändert hat in der Pandemie. Dieses basiert auf einer starken Trefferquote in der Offensive und einer harten, aber verwundbaren Defensive. Der Schiedsrichter legte von Beginn an seine Linie des Maximum an Aggressivität fest, die nicht überschritten werden sollte. Doch es blieb beim Konjunktiv, was zu vielen Freiwürfen auf beiden Seiten führte. Was schlussendlich den Unterschied ausmachte, war die Trefferquote der beiden Teams: Von den neun Penatlys versenkten die Luzerner nur deren drei, die Thurgauer zeigten sich ungleich effizienter. Das Nicht-Versenken der Freiwürfe gepaart mit einigen unnötigen Ballverlusten führte letztlich dazu, dass das Spiel trotz Führung über weite Teile des Spiels verloren ging.

Menznau – Pieterlen 6:12

Nur mit einem Punkt gegen den bereits als Meister feststehenden Meister Pieterlen konnte der erstmalige Abstieg verhindert werden. Doch erneut funktionierte zu Beginn nicht viel, da die routinierten Berner ihr Spiel aufzogen, ohne jedoch dabei zu glänzen. Doch auch in diesem Spiel kämpften sich die Menznauer im Stillen zurück, doch die fehlende Effizienz in der Offensive verhinderte ein Punktgewinn letztlich deutlich. Mit dem Einsatz von drei frischgebackenen U16-Spieler in der zweiten Halbzeit konnten jedoch auch Erfolgserlebnisse gefeiert werden. Ohne abzufallen fügten sie sich nahtlos in die NLA ein und bereicherten gar das Menznauer Spiel in der Offensive mit zwei Treffern!

Kader:

A. Achermann, F. Achermann, F. Bislimaj, D. Bühler, K. Gut, S. Lipp, P. Haas, C. Küng, J. Niederberger, E. Pfyffer, A. Schärli, K. Stirnimann; L. Haas, O. Lipp (Betreuer).

Fazit und Ausblick:

Mit den drei Niederlagen von Hochwald-Gempen agierte der direkte Abstiegsgegner nach dem Gusto der Menznauer. Doch ohne Punkte nützte auch dies nichts, da die Luzerner in der Direktbegegnung in der ersten Runde gegen die Solothurner als Verlierer vom Platz gingen. Gegen Grindel spielte man in den letzten 30 Minuten und gegen Pieterlen in 20 Minuten auf Augenhöhe, doch die fehlende Konstanz im eigenen Spiel und die Klasse der Medaillengewinner führten letztlich zu den null Punkten aus den beiden Spielen. Umso ärgerlicher war jedoch die Niederlage gegen Zihlschlacht, denn diese Partie dürfte man dank den vielen Chancen so nie verlieren!

Was bleibt ist die Zuversicht, dass nach dem grossen Umbruch etwas Ruhe einkehrt und die jungen Spieler sowie die beiden Absenzen im Winter bestens ins Team (re-)integriert werden können. Schlussendlich war es eine tolle Saison, in der viele Spieler aus der bisherigen zweiten Reihe ihre erste volle Nationalliga-Saison absolvieren konnten. Als Highlight kann dabei sicher der erste Sieg gegen Madiswil genannt werden. Dieser nützte jedoch leider nicht viel, da mit Hochwald-Gempen und Zihlschlacht die beiden Partien gegen die direkten Konkurrenten verloren gingen. Schade schade, aber wir kommen zurück…!

Mit dem Abstieg des KTV Menznaus wurde der rabenschwarze Tag der Luzerner Korbballer umrundet: Der STV Wikon verabschiedet sich aus der NLB und die Willisauerinnen aus der NLA, zudem verpassten die Menznauerinnen knapp den Aufstieg in die höchste Liga. Zu allem Überfluss wurden die Menznauer Korbballer noch von einem Mostinder unrühmlich „verabschiedet“.

Bericht des STV: Die Meisterpokale bleiben bei Täuffelen und Pieterlen (stv-fsg.ch) (06. September 2021).

Schlusstabelle NLA 2021 (alle 9 Spiele):

  1. Pieterlen 16
  2. Grindel 14
  3. Altnau-Kreuzlingen 14
  4. Erschwil 11
  5. Bözberg 9
  6. Madiswil 9
  7. Neukirch-Roggwil 7
  8. Hochwald-Gempen 4
  9. Menznau 4
  10. Zihlschlacht 2