Türchen 18: KTV-Vereinsleben

Roli Wermelinger erinnert sich in seinem Türchen an seine Zeit im KTV seit seiner Aufnahme 1997. Dabei kommen sowohl Sportliches wie auch Geselliges zur Sprache, oder wie im Falle des Beachsoccerturniers in Muri beides…

Meisterteam 2009, hinten von links: Adrian Bühler, Roland Wermelinger, Remo Zemp, Dominik Bühler und Andreas Steinmann. Vorne von links: Urs Wermelinger, Herbert Boog, Thomas Häfliger und Guido Niederberger

VORNAME/NAME:

Roland Wermelinger

KTV-BEITRITT:

1997

DEINE SPORTARTEN IM KTV:

Anfangs Flügel, später Verteidigung (Korbball) und Sturm (Fussball)

AKTUELLER KTV-STATUS:

Passives Ehrenmitglied

IN WELCHEM ZEITRAUM FANDEN DEINE KTV-MOMENTE STATT?

Seit 1997 bis heute

BESCHREIBE DEINE KTV-MOMENTE…

So wie es wohl mehrere Personen gibt die den Titel „Mister KTV“ verdient haben – gibt es für mich nicht „den“ Moment sondern „die“ Momente, welche mir bestens in Erinnerung geblieben sind:

Aufnahme KTV 1997

Wie stolz waren wir Brünu, als wir als die Jüngsten an unserem ersten Sportweekend in Brig mit den Senioren Seppi und Winu ein Zimmer teilen durften. Diese Kameradschaft zwischen Jung und Alt – und egal in welcher Mannschaft man spielte, hat mich von Anfang an fasziniert. Ich fand es immer toll,  dass im KTV jeder seinen Platz hatte – und das gesellige Beisammensein mindestens genauso wichtig war, wie die sportlichen Erfolge…

Jugend und Juniorenzeit

Ich kann mich noch gut erinnern als wir 1997 mit dem Erfolgsduo Lönzu und Tom an der Jugendschweizermeisterschaft den Schweizermeistertitel holten. Die Freude war unbeschreiblich, und so groß, dass es einige Medaillen durch den Fahrtwind nicht bis nach Hause schafften…

Bei den Junioren erinnere ich mich an eine Duschszene die nur darum bemerkenswert ist – weil die halbe Mannschaft zum Duschen geschickt wurde – bevor das 1. Spiel überhaupt stattgefunden hat.

Erste Mannschaft

Noch etwas präsenter ist mir meine Zeit in der 1. Mannschaft. Nach den ewigen Vierten wurden wir bald die ewigen Zweiten – wussten aber genau, dass mit dieser Mannschaft mehr drin liegen würde…

2009 war es dann endlich soweit. Mit dem Ziel vor Augen „Wenn wir Meister werden gehen wir nach München ans Oktoberfest“ – konnten wir endlich den langersehnten ersten 1. Liga-Innerschweizermeistertitel der Geschichte bei den Großen einfahren. Die Freude war schier grenzenlos und überschäumlich – bis ein Spritzer unseres Routiniers eine kleine Massenschlägerei auslöste – und der Verursacher danach in der 1. Reihe stehend,  genüsslich zuschaute wie andere mit einem blauen Auge davongekommen sind… das war wohl mein einziges Foul welches nicht mit einer 2 Minuten-Strafe sanktioniert wurde.

Die Frage ob wir Spass in München hatten stellt sich hier nicht – und da wir die Abkürzung  über Geiss nahmen – waren wir schon bald am Ziel angelangt. Aus purer Angst, dass wir zu spät oder gar nicht ins Zelt und somit an den heissgeliebten Gerstensaft gelangen könnten, waren wir wohl früher als ortsüblich zur heiligen Wiesn unterwegs – sodass uns eine verdutzte Münchnerin die legendäre Frage stellte – „Waas, jetzt schon auf die Wiesn“? Nur dem „geradebierholenden Tom“ reichten auch diese paar Stunden Vorlaufzeit nicht – und er verpasste das rettende Tor nur ganz knapp! In den Jahren 2013 und 2014  wiederholte sich das Ganze und weitere lustige Geschichten…

Beachsoccerturnier Muri (2007)

Schon bei der Hinfahrt lernten wir, dass wir im Gegensatz zu Toms Kutsche immer genügend Most im Tank haben müssen um gegen Gegner wie dem damaligen Nationalspieler Johann Vogel bestehen zu können. Auf Nummer sicher gehend – gönnten wir uns also nach jedem Spiel ein Bierchen – und wir wussten selbst nicht wie uns geschah. Flog der Ball in Richtung unseres Tores – ertönte ein Schrei inmitten einer Sandwolke – und Bonsai hatte den Ball unter sich begraben. Von Spiel zu Spiel steigerte sich auch unser Spielwitz und Effizienz, bis wir zur Überraschung aller – plötzlich im Final standen – oder besser gesagt humpelten… Aber wie wir das von der Formel 1 kennen – ist zu viel Most im Tank vor der letzten Runde auch nicht gut und wir verloren den Final ganz knapp. Natürlich haben wir beim Festen dann doch noch gewonnen, sodass am nächsten Morgen die Köpfe doppelt so schwer und die geschwollenen Füsse doppelt so gross waren – und sogar Hochzeitsteilnahmen abgesagt werden mussten….

Hinterländermeisterschaft Ohmstahl (2012)

Nach dem Korbballwinter freute ich mich jeweils sehr auf den Fussballsommer. Mit der Hinterländermeisterschaft in Ohmstahl hatten wir eine neue Herausforderung gefunden, in welcher wir nach ein paar Jahren Lehrgeld – zuerst endlich die Menzberger geschlagen – und kurz darauf das Turnier gewonnen haben. Wiederum wurde das Fest gefeiert wie es fiel – und da gerade noch Kilbi in Menznau war – haben wir auch dort nichts anbrennen lassen…

Fahnenträger

Der KTV ist ein Verein der mich von der Jugend bis heute geprägt hat. Stolz durfte ich über 10 Jahre die Fahne meines Lieblingsvereins an wichtigen Anlässen tragen. Ich wünsche mir, dass der KTV weiterhin ein Verein bleibt wo sich Jung und Alt ein Zimmer teilt – die Kameradschaft aktiv gelebt wird – die Feste gefeiert werden wie sie fallen – dann folgt auch der sportliche Erfolg automatisch.

WELCHE ROLLE HAST DU GESPIELT AN DIESEM KTV-MOMENT?

Beim Korbball in der Verteidigung – bei den anderen Sportarten in der Offensive

WELCHE GUTEN MOMENTE NEBST DEINEM GENANNTEN KTV-MOMENT GIBT ES SONST NOCH?

-die legendären KTV Silvesterpartys

-die stimmungsvollen Sängerrunden

die Bettagsausflüge auf den Napf mit Kafi „Halbvollschnaps“

-die Weinverkostung in Brig mit selbstgemischtem Cuvée „Spucknapf“ bis am Schluss sogar die Frösche weinten…

-die unglaublichen Sportwochen auf Gran Canaria und Mallorca

-die Sportweekends mit „hüderehäädere Schiffsfahrten“ und „Kafi aus der Salatschüssel“ –

-Höhlenwanderungen mit Geschichten über zehntausendjährige Stalagmiten und Stalaktiten – wobei mir gerade die originellste Geldwechselstube in Losone in den Sinn kommt…

-die Geschichte mit dem wildschweinjagenden Onkel

-Unvergessliche Nächte im Luzerner Nightlife nach den Korbballrunden

…und zum Schluss ein Tequila natürlich „geklöpft“

KURZ UND KNAPP…

DEIN KTV-MITSPIELER, MIT DEM DU DIE MEISTEN SPIELE ABSOLVIERT HAST: wahrscheinlich Domi Bühler – Korbball (Jugend, Junioren, 1. Mannschaft)

MR. KTV SIND: Peter Pfyffer, Tom Häfliger, Guido Niederberger, Marcel Glauser, Kuno Stöckli

WELCHEM KTV-MITGLIED VERTRAUST DU DEN SCHWEIZERMEISTERSCHAFTS-PENALTY AN: Res Steinmann (Korbball)

DIE KTV-REISE 2021 SOLLTE NACH den Reisen nach Gran Canaria und Mallorca nach Ibiza FÜHREN

KTV Menznau